Erstausstattung: Zwischen Wunsch und Notwendigkeit

Die Vorbereitung auf ein Baby ist aufregend – und die Werbung suggeriert, dass man für einen guten Start als Eltern eine lange Einkaufsliste benötigt. Die gute Nachricht: Neugeborene brauchen im Kern nur wenige Dinge. Diese Checkliste trennt das Notwendige vom Überflüssigen.

Das Schlafzimmer: Sicher und einfach

Wirklich notwendig:

  • Beistellbett oder Babybett mit fester Matratze (passend zum Bett)
  • 2–3 Spannbettlaken (wasserdicht ist ein Plus)
  • 2–3 Schlafsäcke in passender Größe (nach Jahreszeit: TOG 1 oder 2,5)
  • Babyphone (optional, aber für größere Wohnungen sinnvoll)

Meist überflüssig: Nestchen (Sicherheitsrisiko!), aufwändige Baldachine, Dutzende Kissen.

Kleidung: Qualität vor Quantität

Babys wachsen rasend schnell – kaufen Sie nicht zu viel in einer Größe!

  • 5–7 Bodys in Größe 56 und 62 (kurzarm und langarm)
  • 3–5 Schlafanzüge (am besten mit Druckknöpfen am Schritt)
  • 2–3 Strampler
  • 2 Mützchen und 1–2 Paar Söckchen
  • 1 wärmere Jacke je nach Jahreszeit

Tipp: Secondhand-Babykleidung ist oft kaum getragen und eine nachhaltige, günstige Alternative.

Pflege und Hygiene

  • Babybadewanne oder Waschschüssel
  • Weiche Waschlappen (mindestens 10 Stück)
  • Windeln in Größe 1 und 2 (nicht zu viele auf Vorrat – Größe wechselt schnell)
  • Pflegetuch für den Wickelplatz
  • Sanfte, parfümfreie Babyfeuchttücher
  • Nasensauger und Fieberthermometer
  • Wundschutzcreme (z. B. Zinkpaste für den Windelbereich)

Ernährung: Stillen oder Flasche

Stillen Flaschenfütterung
Stillkissen 4–6 Flaschen (verschiedene Größen)
2–3 Still-BHs Geeignete Anfangsnahrung (Pre oder 1)
Stilleinlagen Flaschenbürste und Sterilisator
Ggf. Milchpumpe Wärmer (optional)

Unterwegs: Was wirklich nötig ist

  • Kinderwagen oder Buggy: Je nach Lebensstil – ein gutes Modell reicht.
  • Babytrage oder Tragetuch: Ideal für das erste Halbjahr – fördert Bindung und lässt die Hände frei.
  • Babyschale (Gruppe 0+): Pflicht für die erste Autofahrt – ADAC-geprüfte Modelle bevorzugen.
  • Wickeltasche: Jede große Tasche tut's – kein Markenpflicht.

Was Sie wirklich sparen können

Folgende Produkte werden stark beworben, sind aber für die meisten Familien nicht notwendig:

  • Elektrische Babywippen (teuer, viele Babys mögen sie nicht)
  • Lauflernstühle (von Kinderärzten nicht empfohlen)
  • Spezielle Babywaschmittel (normale Waschmittel für Empfindliche reichen)
  • Teure „Lern"-Spielzeuge für Neugeborene

Fazit: Weniger ist mehr

Ein Baby braucht Wärme, Nahrung, saubere Windeln – und vor allem Sie. Investieren Sie lieber in Qualität bei den wirklich wichtigen Dingen (Schlafsicherheit, Autoschale, Tragehilfe) und sparen Sie bei allem, was nur gut klingt. Vieles lässt sich auch gebraucht kaufen oder von anderen Eltern leihen.